Donnerstag, 17. April 2014



Es gehen viele ereignisreiche Tage zu Ende, und ich sitze mal wieder in einem Cafe und finde etwas Zeit, einen kleinen Statusbericht abzuliefern
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Bei mir läuft soweit alles in Ordnung. Chinesisch geht ordentlich voran, nächste Woche finden die „mid-terms“ statt. Chiiya meint, ich mache erhebliche Fortschritte. So ganz stimmt das nicht, aber ich sehe Fortschritte. Sobald sie das nötigste mit ihrer Master-Thesis rum hat, wollen wir probeweise mal ein bis zwei Wochen nur auf Chinesisch miteinander kommunizieren. Ich denke daher, dass ich ihr in den zwei Wochen nicht sooo viel zu sagen haben werde.
Die Arbeit läuft ganz gut, aber leider nach wie vor zu schleppend. Ich habe zwar zwei neue Schüler, aber da ist doch noch viel Luft nach oben. Auf der anderen Seite bin ich ja auch nur noch 2,5 Monate hier, insofern lohnt es sich auch nicht allzu sehr, mir jetzt noch so viele neue Schüler zu holen.
 Nicht zuletzt dank Anna habe ich mich vor zwei Tagen auch endlich für das Masterprogramm beworben, daher heißt es jetzt erst mal: Daumen drücken! Ich hoffe doch sehr, dass es jetzt am letzten Schritt nicht doch noch scheitert, und die mich gar nicht nehmen.

Chiiya hat nach langem und schwerem Weg auch ihre Thesis zu Ende gebracht. Mit dem schreiben tat sie sich ganz schön schwer…! Ihre Thesisverteidigung ist Mitte Mai, bis dahin muss sie aber Bewerbungen erledigen und noch kleinere Dinge an der Thesis arbeiten. Da sie ja aktuell auch unterrichtet um sich etwas Geld zu verdienen, ist auch sie schwer beschäftigt. Daher war es besonders schmerzlich, als sie vor drei Tagen nachts ihre Wasserflasche ausversehen über das Macbook ihrer Zimmergenossin goss. Diese hat natürlich selbiges erst mal einschalten wollen (während es noch triefend nass war), und um sicher zu gehen, dass auch wirklich alles im Eimer ist, hat sie es auch noch an die Steckdose gehängt. Nach längerer Recherche im Internet war dann ziemlich klar, dass Chiiya aller Voraussicht nach nicht zum Geld sparen kommen wird, denn so ein Schaden ist teuer. Das bestätigte dann auch ein Mitarbeiter im Applestore, der für die Reparatur ca. 6000 Kuai (ungefähr 1.000 US Dollar) veranschlagte. Die wäre allerdings nur nötig, wenn diverse Komponenten ausgetauscht werden müssten. Das war für mich eigentlich schon fast selbstverständlich, da die naive Besitzerin des Notebooks ja selbiges gleich mit der größtmöglichen Strommenge versorgen musste…! Chiiya war entsprechend gelaunt, das Geld hatte sie für andere Dinge eingeplant. 

Glücklicherweise kam heute ein Anruf: Das Notebook funktioniere wieder, auch die Daten sind noch alle da. Reparatur ist anscheinend keine nötig; Kostenpunkt: Neven. So Recht glauben mag Chiiya das noch nicht – und ich noch weniger. Und ja, ich hatte bestimmt denselben Gesichtsausdruck, den ihr (Helmut und Jens) gerade habt, als Chiiya mir die Geschichte mit Wasser und Stromzufuhr erzählt hat.  Ihr Glück glauben werde ich aber erst, wenn ich das Notebook funktionstüchtig sehe.
Ich muss jetzt noch einige Schriftzeichen pauken. Das nächste Mal werde ich auch einige Bilder meines Arbeitsplatzes und meiner aktuellen Räumlichkeiten hochladen.

UPDATE: Da ich die Einträge immer irgendwo schreibe und sie dann abends hochlade, sind diese meistens ein paar Stunden alt. Daher noch brandaktuelle Nachrichten: Ich hab von der Uni eine „conditional offer“ erhalten!! Wenn ich denen jetzt also mein Bachelorzeugnis geben kann (wenn ich es denn selbst mal hab‘), dann bin ich für den Studienplatz genommen!! (=

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