Hier geht es um allgemeine Dinge in und um Peking, sowie zum Beispiel das Wetter, Bars und Nachtclubs in Peking und alles, was man so erlebt, wenn man in Peking ist!
Das Leben in Peking unterscheidet sich in mancherlei Hinsicht grundlegend vom europäischen. Dies zeichnet sich vor allem an der Esskultur ab. Zu den typischen Essenszeiten (mittags und abends bis spätabends) sind die Restaurants und Straßen voll mit Menschen. Selbst kochen ist den Chinesen (bzw. Pekinesen) ein Fremdwort.
Sanlitun
Gerade in Sanlitun (die Barmeile in Peking) sind ab 18 Uhr Menschenmassen unterwegs.
Besonders interessant an Sanlitun ist der Kontrast von Alt und Neu! Wie in den oberen zwei Bildern zu sehen sind direkt gegenüber von Neubauten und Wolkenkratzern winzige Sträßchen mit etlichen Garküchen; durch die Straßen drängeln sich zu Scharen Chinesen (hier findet man nicht allzuviele Westliche). In diesen Küchen kann man auch hervorragend die chinesische Esskultur kennen lernen- wenn man sich traut! Mein Tipp: Nicht bei einem Stand kaufen, der Räder hat! Die sehen zum einen recht schäbig aus, zum anderen sind die 'dauerhaften' Stände in den allermeisten Fällen überfüllt mit Chinesen- was auf gute Qualität zurückzuführen ist.
Das chinesische Essen, das ich bisher kennen gelernt habe, ist vor allem eines: Frisch! Zusätzlich auch noch recht fettarm. Aber allen voran eines: Unglaublich lecker und mit NICHTS in Deutschland zu vergleichen! Das Essen hier hat überhaupt nichts mit dem aus chinesischen (deutschen) Restaurants zu tun. Hier geht es meist nach der Devise: Einfach, frisch, schnell und lecker.
Zu den Bildern:
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Helen's
Helen's ist eine sehr urige Kneipe und in fünf Gehminuten vom Campus der UIBE bequem erreichbar. Bei uns heißt das Pub übrigens "MacLaren's" - wie aus einer nicht ganz unbekannten TV-Serie.
Hier herrscht eine sehr internationale Atmosphäre, ich würde mal tippen, dass die Hälfte der Gäste International und die andere Hälfte chinesisch ist. Hier gibt es auch nur westliche Musik (meistens), westliches Essen (z.B. Burger) und auch so manche westliche Drinks. Auch eine Wasserpfeife kann man hier sehr gemütlich rauchen. Natürlich gibt es aber hier auch (bis fast ausschließlich, da so supergünstig) Tsingtao.
Chinesen bestellen sich (wie wir auch oft) die sogenannte "Tube". Das sind 3l Tsingtao in diesem turmartigen Gebilde (siehe Bilder). Das Gute bei den Chinesen: Die brauchen an einem Abend nur ein so ein Ding. Unsere "Tube" war leider nach keinen 10 Minuten leer. Chinesen vertragen Alkohol übrigens überhaupt nicht gut bzw. grundsätzlich nur minimale Mengen. Es gibt auch Ausnahmen. Die Tube kostet übrigens 45 RMB, das sind ca. 5 Euro (=
Die Happyhour ist wärmstens zu empfehlen: Bier zum halben Preis, alle Mischgetränke für 1,25 Euro. Zusätzlich gibts jeden Tag "Specials". Gestern gabs (und nein, ich scherze nicht) Zigaretten umsonst, die Raucher hatten also quasi eine Art "All you can smoke without paying". Verrückt.
Zusätzlich gibts noch Specials wie Kaffeetag (ganzen Tag Kaffee umsonst), LadiesNight (Frauen zahlen 5Euro, dann All you can drink), Shishatag (halber Preis) und noch mehr. Studentenkneipe par excellence.
An den Wänden haben sich allerlei Menschen von der ganzen Welt verewigt (in einer Ecke haben wir auch mal das Wort "Stammtisch" entdeckt). Ob das wirklich mal so gewollt war kann ich nicht beurteilen, mittlerweile sind jedoch die Wände des Pub inklusive manchen Teilen der Decke vollgekritzelt mit Sprüchen, Slogans und allem anderen möglichen. In dieser Form sieht das echt witzig aus!
Zu den Bildern:
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Vics
Das Vics befindet sich (wie auch das Mix) direkt vor dem
Worker Stadium und ist ein sehr beliebter Club. Hier findet man allerdings
hauptsächlich Asiaten, Westler sind nicht so wahnsinnig viele vertreten.
Der Club an sich ist sehr cool aufgebaut, sehr groß und auch die Musik ist
aktuell und eine sehr gute Mischung. Wenn sie nur nicht so laut wäre!!! Während
man in Deutschland über etwaige Gefahren von wegen Disco und Ohren diskutiert, reißt der Chinese
die Anlage bis zur (und darüber hinaus) Schmerzgrenze auf. Tinitus garantiert.
Ich finde das normalerweise nicht so prickelnd, aber fürs Vics definitiv:
Ohropacks mitnehmen!!
Bei uns gab es zu Beginn des Semesters eine Art „Special“: Kostenlos (neben dem
Eintritt von 50 Kuai) gab es eine VR („Vic’s Residence“) Card, mit der man als
(westlicher) Student zahlreiche Vergünstigungen kriegt, z.B. an verschiedenen
Tagen alle Cocktails umsonst (!), zwei Cocktails zum Preis von einem,
kostenlosen Eintritt usw. Coole Sache. Aus welchem Grund auch immer galten die Specials allerdings nicht an dem Tag, an dem wir dort waren. Naja.
Latte
Das ist vielleicht mal ein Schuppen! Ich konnte leider nur zwei Bilder machen, bevor mich die Security recht nachdrücklich darauf hinwies, dass Bilder machen nicht gestattet sei. Daher werde ich versuchen, es in Worten bestmöglich zu beschreiben.
Schon vor dem Club parken hauptsächlich Ferraris, Bentleys, Porsche und Maserati. Das es sich hier also nicht um eine Studentenkneipe handelt, sondern um eine sehr exklusive Location, ist damit schon klar. Witzigerweise zahlt man keinen Eintritt.
Wirklich abgefahren ist aber das Innenleben: Der ganze Club ist mit Kronleuchtern versehen, schon der Vorraum sowie auch der Club ansich hat eine Innenarchitektur, die fast schon Versailles in den Schatten stellt. Einige fühlten sich auch an "Willy Wonka's Chocolate Factory" erinnert. Drinnen ist aber nicht nur alles üppig und dekadent im Stile von Louis XIV eingerichtet, zusätzlich wurde zu diesem Stil noch etliche "Steampunk" Elemente hinzugefügt. Ich kannte diese Art bisher nur vom Hörensagen, gebt "Steampunk" einfach mal bei der Bildersuche in Google ein, ich bin mir sicher ihr könnt euch dort ein grobes Bild machen.
Viel abgefahrener geht es nicht. Zu alle dem finden sich im Club sehr gut betuchte Chinesen, die aber ziemlich übel auf den Putz hauen. An unserem Abend gab es eine knapp 15-minütige "Showeinlage" von einer singenden Chinesin, die auf den drei verschiedenen Bars entlangtanzte (mit einigen zusätzlichen Tänzerinnen). Ich dachte eigentlich, die spielen eine normale CD ab, so fantastisch hat sie gesungen. Die 15 Minuten Show waren mit weitem Abstand das Hightlight des abends, der ganze Club war auf den Beinen, ich habe selten eine so krasse Partystimmung erlebt.
Als wir raus sind, haben wir uns alle die Frage gestellt, ob wir das gerade wirklich erlebt haben oder ob wir uns morgen an nichts mehr erinnern. Auch ein Traum wäre eine mögliche Erklärung gewesen. Abgefahrener Laden- dort sollte man auf jeden Fall mal drin gewesen sein!
Ich werde mal bei Gelegenheit versuchen, noch einige Bilder zu machen.
Zu den zwei mickrigen Bildern:
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Elements
Einer der populärsten Clubs in Peking und (preislich) sicherlich einer der
exklusivsten. Meist 200 Kuai Eintritt (25€), Cocktails für 50 Kuai (6€). Dafür
sind die Cocktails gut und preislich annehmbar, aber für Pekinger Verhältnisse
leicht überdurchschnittlich. Im Club besonders sind die vielen Pole-Stangen, an
denen ab und an kleinere Showeinlagen von professionellen Tänzerinnen (und
nein, es handelt sich hier NICHT um einen Stripclub!) durchgeführt werden,
denen man doch durchaus beim Tanzen zuschauen kann.
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| Sascha hat Grund zum Feiern: Seinen 27. Geburtstag! |
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| Da war es schon etwas später am Abend/Nacht, wie man an Saschas Gesichtsausdruck vielleicht vermuten kann. |
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| Eine der Tänzerinnen, die knapp 3 Meter über dem Boden zu akrobatischen und tänzerischen Meisterleistungen auflief. |
Karaoke
Ich mag Karaoke nicht. Ich persönlich würde mir z.B. auch keine Konzertkarten
für Beethovens Neunte kaufen, wenn ich schon im Voraus wüsste, dass das ganze
Orchester aus KfZ-Mechanikern besteht. Genau so kommt mir das nämlich auch beim
Karaoke vor. Naja, vielleicht mit viel Alkohol erträglicher…
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| Zu Gangnam Style stehen dann doch alle auf- Frank war hier aber doch sehr enthusiastisch! |
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| Das Bild spricht Bände. |
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| Ich war nur vom Bier so richtig angetan. Auch seht ihr den (neuen) kurzen Haarschnitt. |
Wetter, Klima
Ein weiterer grundlegender Unterschied ist definitiv die Luft. Ich bin mal so wagemutig und stelle die Behauptung auf, dass die Pekinger Luft die schlechteste der Welt ist. Vor allem zur Rushhour bildet sich ein unheimlicher Smog. Wer also die Landluft liebt, der sollte sich von Peking lieber fernhalten...
Im Sommer ist es unfassbar schwül! Gerade heute hatte es im Schatten 36-38° und es war wahnsinnig schwül! Das schlimme dabei ist eigentlich: Wenn ihr abends bzw. irgendwann endlich unter die Dusche kommt, seht ihr erst, was Schweiß und Smog zusammen machen: Eine braune bis schwarze Brühe. Je weniger schwül es ist, umso weniger schlimm wird es...
Der Regen. Ihr macht euch keinen Begriff. Ich habe irgendwo gelesen, dass im August (inklusive Ende Juli und Anfang September) 90% des kompletten Jahresniederschlages in Peking vom Himmel fallen. Und so fühlt es sich auch an. Der Regen kommt plötzlich, völlig unerwartet und in lächerlich großen Mengen. Falls ihr im August und/oder September unterwegs sein solltet, steckt am besten immer einen Schirm mit in die Tasche. In 29 von 30 Fällen werdet ihr ihn nicht brauchen. Aber wegen dem einen Mal- ihr werdet es mir danken...
Im Winter ist es seeeeehr kalt: Am schlimmsten ist der andauernde Wind, der durch Mark und Bein geht... Dazu wird die Luft (noch) schlechter, da die Heizung angeschaltet wird, was Kraftwerke benötigt... Außerdem ist die Luft staubtrocken, was das allgemeine Befinden nicht gerade verbessert...
Weihnachtsmarkt in der deutschen Botschaft
Hallo Tim,
AntwortenLöschenwie wir sehen können, habt ihr euch ja schon wirklich gut eingelebt. (Eigentlich wollte ich Fr.Merkel, die ja Peking besucht hat, was für dich mitgeben, aber leider hatte sie schon Übergepäck...ich wusste gar nicht, dass ihre Hosenanzüge so viel wiegen....)! Späßle! Ne, ich freue mich wirklich, dass es euch gut geht. Wünsche euch weiter viel Spaß: aber fangt jetzt mal endlich an zu "studieren"! Grüßle von deier Ma
Studieren? Was ist das denn? Kann man das essen? =P
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