Sehenswürdigkeiten

Peking- eine Metropole mit fast 20 Millionen Einwohnern- hat ein unfassbar reiches Angebot an Sehenswürdigkeiten. Welche Attraktionen tatsächlich des Sehens würdig sind und wo man gewesen sein muss, erläutere ich hier.

Verbotene Stadt
Wer hier nicht mindestens ein mal war, war nicht in Peking! Ohne Frage ein MUSS in Peking.
Ich werde jetzt hier keine großartigen Geschichten oder Fakten zur Verbotenen Stadt erzählen. Dafür kenne ich mich erstens nicht annähernd genug aus, zweitens könnt ihr das in jedem ordentlichen Reiseführer besser nachlesen und drittens will ich eigentlich auch nur ein paar Tipps und Eindrücke (wieder-)geben.
Zunächst: Kommt früh! Wir waren erst gegen 15:30 dort- die machen aber leider schon um 17:00 Uhr zu. Die Tour durch den Kaiserpalast und das Museum mussten wir daher auf einen anderen Tag (vielleicht morgen) verschieben. Daher hier auch nur die "oberflächlichen" Bilder. Wir sind zum Glück ja noch ein paar Monate hier (= Daher kommen bald noch Bilder und Erfahrungen vom Kaiserpalast!


Heute waren wir dann auch im Kaiserpalast! Und der ist monumental! Vor allem monumental groß... Gutes Schuhwerk mitbringen!
Wir waren fast 3 Stunden dort und ich persönlich habe lediglich den ganzen linken und mittleren Flügel geschafft. Für den rechten hat die Zeit nicht mehr gereicht. Dort wollen wir aber bald ohnehin nochmal hin. Im Sommer sind wohl auch wahnsinnig viele Touristen dort. Im Herbst/Winter ist daher wesentlich weniger los und der Eintritt wird günstiger.

Es ist wirklich atemberaubend, wie viele Details man erkennt wen man genau hinschaut... Und das auf einem so unvorstellbar großen Gelände! Mein Tipp ist daher: Macht so viele Bilder wie ihr könnt, aber nehmt euch unbedingt auch die Zeit euch an ein ruhiges, etwas abgelegens Plätzchen zu gesellen, an dem nicht zu viele Touristen sind und schaut euch die Umgebung und die Gebäude ganz genau an. Ihr werdet staunen wie viele Dinge man an den Dächern, Wänden und Straßen sieht! Viele Leute rennen einfach nur schnurstracks von Süd nach Nord durch und drehen im Norden am kaiserlichen Garten wieder um. Im Westflügel und Ostflügel sind nicht mal ein Fünftel so viele Leute wie im mittleren...!
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Wangfujing Dajie 王府井

Bei der Wanfujing Straße handelt es sich um die bekannteste Shoppingmeile Pekings. Besonders spektakulär ist jene nicht unbedingt, erinnert sie doch an jede Großstadt in Westeuropa. In China ist eine solche Shoppingmeile (von Shanghai abgesehen) allerdings eine große Seltenheit.
Ich bin allerdings weniger wegen den riesigen Einkaufshäusern dorhin- sondern wegen dem kleinen Wangfujing Snack Market bzw. dem Donganmen Nachtmarkt- hier gibt es nämlich Spezialitäten der etwas anderen Art!! Heute habe ich es bei gefüllten Teigtaschen und frisch gegrilltem Tintenfisch belassen, aber (leider) gibt es dort nicht nur die von mir erwarteten Skorpione, Schlangen, Heuschrecken, Seidenlarven und sogar ganze (kleine) Haie [nicht nur die Flossen!!!]- sondern auch frittierte Spinnen!!!! Und das fand ich dann so ekelhaft, dass ich die Skorpione mir doch für ein andermal aufheben will... [Nachtrag: Zwecks meiner großen Abneigung Spinnen gegenüber habe ich leider vergessen, vom "Ungezieferstand" Bilder zu machen- die kommen dann noch nach!]
Aber seht selbst.
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Die hinteren Seen
Sehr zentral - etwas nordwestlich von der verbotenen Stadt- finden sich die so genannten hinteren Seen (manchmal auch Die Drei Seen). Die sind insofern interessant, weil dort das Leben pulsiert: Man finden unzählige Leute auf der Straße, kleine Transporter, Rickshaws, Roller usw. Besonders eigenartig sind die Begegnungen mit den etwas ärmeren Chinesen, da man dort immer angestarrt wird, als wäre man ein Außerirdischer. Die Umgebung rund um die Seen ist an sich eine ärmere Gegend, aber auch gut um die Bauweise der Hutongs kennen zu lernen und mal selbst in ein solches "Viertel im Viertel" zu spazieren. An den Seen selbst (am südlichsten, direkt nördlich vom Beihai Park) gibt es eine unglaublich lange Barmeile; aus allen Läden tönt Livemusik, überall gibt es Dachterassen und Menschen, Menschen, Menschen...! Nachts soll es dort sagenhaft schön sein, weil unheimlich viele Lichter an sind, manche Boote auf den Seen ebenso beleuchtet sind und weil aus allen Ecken verschiedene Spezialitäten ihren verführerischen Duft versprühen. Wer hier entweder nichts zu essen oder keine gemütliche Bar zum Abendausklingen findet, dem ist nicht zu helfen. Hier gibt es alle Küchen aus China (Mongolisch, Szechuan, Yunnan,...) sowie auch viele westliche Restaurants.
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Die Chinesische Mauer (cháng chéng)
Das die Chinesische Mauer zum Pflichtprogramm gehört, ist ja eigentlich selbstverständlich. Wir hatten das Glück, dass die Buddies von zwei Freunden einen kleinen Trip dorthin „organisierten“. Badaling ist hier sicherlich die touristenreichste Wahl, die Mauer ist hier recht sicher hergerichtet und sehr gut erhalten (allerdings auch schon oft repariert). Wir wollen auch auf jeden Fall noch an eine abgelegene Stelle, fernab von Tourismus und Menschenmassen.
Grundsätzliches: Wir sind um 6:30 morgens an der UIBE los, da (nach Auskunft der chinesischen Buddies) der Trip angeblich drei Stunden dauern würde. Eigentlich wollten wir mit dem Bus irgendwohin, um dann mit einem anderen Bus weiter zu fahren. Irgendwie waren wir dann in einem Taxi, dann irgendwann an einer Bushaltestelle um dort ein „Großraumtaxi“ zur Mauer zu nehmen. Das kostete hin und zurück 110 Kuai pro Kopf (wir waren zu acht). Ich kann leider nicht mal beschreiben wie wir wann wo hingefahren sind, da die Chinesen alles geregelt haben (natürlich auf Chinesisch).
Das mit weitem Abstand abenteuerlichste war aber das Taxi selbst. Dass es keine Gurte gibt und die Fahrer fahren wie Schwein, hatte ich ja schon zur Genüge erwähnt. Das Taxi war allerdings grundsätzlich nur für 7 Leute ausgelegt, ganz hinten saßen die vier Chinesinnen (dank schmaler Hüften kein größeres Problem). Wirklich unfassbar war allerdings der Mittel“sitz“ der Reihe hinter des Fahrers: Während die Passagiere an den Seiten noch richtige Sitze hatten, saß der mittlere – und ich veräpple euch nicht!- auf einem Holzschemel (!!!!).
Da Fabi der Auserwählte war, schrieb er gleich mal seiner Freundin einige SMS, da ihm um sein Leben doch angst und bange war. Kann ich auch verstehen, da das (freundlicherweise dort deponierte) Sitzkissen auf dem Holzschemel (!!!!) bei einer rabiaten Bremsung (die nicht selten vorkam) nicht besonders zur Haftung beitrug. Sascha und ich haben ihn daher etwas unter die Arme gegriffen- wortwörtlich.
Ich habe übrigens gewettet, dass Fabian bei einem Unfall mindestens 20 Meter weit fliegt. Sascha meinte er fliegt keine 10. Die Wette galt.
Nach dieser mehr als abenteuerlichen Fahrt zur Mauer, kamen wir um ca. 9 Uhr wesentlich früher an als erwartet. Erster Eindruck: Mann, die Luft ist aber gut hier! Wenn man wochenlang nur die Pekinger Stadtluft schnupperte, dann flattern einem ganz schön die Nüstern bei einer frischen Brise guten Stickstoff-Sauerstoff-Gemisches.
Es war sehr windig, daher waren wir alle recht froh, Jacken und Schals dabei zu haben. Besonders die recht zierlichen Chinesinnen  haben erst mal ganz schön gefroren. Diese haben uns übrigens den schwierigsten Aufstieg rausgesucht. Sie meinten irgendwas von „real men“ (bzw. richtige Männer, die Chinesinnen sprachen alle recht gut deutsch).
Schon um 9 Uhr morgens ist dort die Hölle los. Busladungen von Menschen werden vor der Mauer ausgeschüttet, zu Scharen strömen sie hinein. Am besten sind die Rentner, die mit Krückstock (!!!) den steilsten Abschnitt der Mauer absolvieren müssen. Und genau dieser Abschnitt hat meiner Vorstellung von steil eine ganz neue Bedeutung gegeben…

Gleich zu Beginn des Mauerabschnittes stand eine Art Gedenkstein mit chinesischen Schriftzeichen. Ich bat Julia mir das zu übersetzen. Es hieß soviel wie „Nur wer die Mauer bestiegen hat (an diesem Punkt), ist ein richtiger Mann“, dass Zitat stammte übrigens von Mao.
Und dieser Abschnitt hatte es wirklich in sich. Die Stufen sind grundsätzlich nicht gerade im besten Zustand, dazu unregelmäßig und manche lächerlich hoch, dass sogar ich ganz gewaltig mein Bein heben musste. Der Aufstieg ist so steil, dass es mir selbst bei aufrechtem Gang GEWALTIG mulmig war. Wer hier eine Stufe nicht trifft, der hört bis zum Gedenkstein nicht auf mit rollen. Dafür mit dem Atmen.
Nach und nach haben wir uns vorgekämpft. Die ersten paar Abschnitte (jeder Abschnitt wird durch ein kleines „Türmchen“ beendet) waren noch übersäet mit Touristen, je weiter wir gingen, umso leerer wurde es (vielleicht auch an den Bildern ganz gut zu sehen).
Die Sonne hat uns ganz gut gebraten, ins Schwitzen kam man aber auch schon durch den Aufstieg. Wenn man allerdings für länger als fünf Minuten stillstand hat einen der Wind zum Weitergehen angetrieben. Durchgeschwitzt, eiskalter Wind. Und das mit meiner Erkältung…

Der Abstieg ist übrigens wesentlich schlimmer als der Aufstieg. Auf der einen Seite, weil hunderte Treppen runter anstrengender ist (vor allem, wenn man die Strecke vorher schon hinaufging). Auf der anderen Seite aber auch, weil man sieht wie lange man fällt bis die Treppen aufhören, sollte man denn eine Stufe verpassen…
Die Chinesinnen haben uns nach der Heimfahrt in ein schickes Lokal geführt, in dem wir einige Spezialitäten probiert haben. Die Speisen waren hauptsächlich scharf, allesamt aber lecker. Und ich hatte auch meinen ersten Frosch- sehr lecker!

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Lama und Konfuzius Tempel - NEU!!!-
Da die beiden Tempel quasi direkt nebeneinander liegen, macht man die beiden Tempel am besten zusammen. Eintritt waren 15 und 12 Kuai außerhalb der Saison. Beide Tempel sind schön gestaltet, sehenswert. Beeindruckend ist sicherlich die 25 Meter große Buddha-Statue, die aus nur einem einzigen Baum geschnitzt wurde und einige Weltrekorde hält. Meist ist auch die Umgebung schön gestaltet, mit Alleen und kleineren Parks. Wer in Peking ist, sollte durchaus einen Blick rein werfen, ein wirkliches Muss ist es jetzt aber nicht unbedingt.

Schöner Eingang am Lamatempel.

Gebetsmühlen gab es hier recht viele.

Räucherstäbchen gab es mehr als genug.

Eine der Statuen, die man nicht von innen fotografieren durfte. Hab ich sie halt von außen fotografiert.

Ein Bild der 25m großen Statue. Bilder waren streng verboten, die Mönche haben das auch recht nachdrücklich klar gemacht. Zum Glück ist meine Kamera so klein...

Vor den Gebäuden des Lamatempels.

Lamatempel.




Im Konfuziustempel

Beim Eingang zum Konfuziustempel.

Auf diesen Obelisken/Steinen sind die Weisheiten des Konfuzius eingemeißelt.

In der Nahaufnahme: Die Schriftzeichen sind nur sehr schwer leserlich.










Himmelstempel - NEU!!!-
Dort waren wir „außerhalb der Saison“, sprich Anfang November. Eintritt kostete 30 Kuai, es war nur sehr wenig los (wie man an den Bildern vielleicht sehen kann). Auf jeden Fall sehenswert, nicht nur wegen dem Tempel an sich, sondern auch wegen der schön gestalteten Umgebung! Allerdings wesentlich weniger spektakulär als gedacht. Entschuldigt die wenigen Bilder, aber es sehen einfach alle Bilder irgendwie gleich aus...
Andrea, Chiiya und Sascha.








Der Sommerpalast
Der Sommerpalast heißt Sommerpalast weil der Kaiser dort im Sommer hinging, weil es etwas kühler war. Daher war es natürlich selten intelligent von mir, dort im Winter hin zu gehen. (Satz 1 habe ich erst vor Ort erfahren)
Meiner Ansicht DAS Highlight in Peking. Vielleicht lag das auch nur an meiner Euphorie, dass es bald mit der Rundreise losging, ich war aber überwältigt von der Vielfalt im Palast. Das Gelände ist GIGANTISCH! Falls ihr alles sehen wollt, plant acht (!) Stunden ein! Für mich war es nur die "schnelle" Variante mit knapp 2,5 Stunden und ich bin fast schon durchgehetzt, da ich an dem Tag auch noch das Aquarium besuchen wollte/musste.

An Wasser war wirklich alles zugefroren!

Die Botte sind wohl recht nutzlos bei dem Wetter...

Ich habe das Gelände vom Nordtor aus betreten.



Neuschnee!



Nördlicher Teil des Tempels der buddhistischen Insenz (gaaanz frei übersetzt, kann mich da nicht mehr genau daran erinnern...)

Einen recht schönen Blick über das gigantische Peking.



An diesem Häusschen gibt es hunderte kleine Figürchen...

... die im Detail so aussehen.

Innerhalb des Gebäudes.

Blick auf die 17-Bogen Brücke vom oberen Teil der kaiserlichen Gärten.






Der komplette See war gefroren!



Ähnlich wie von diesem kleinen Fratz hier wird man auch oft von ausgewachsenen Exemplaren angeschaut.


Der Sommerpalast von etwas weiter weg.


Zum Abschluss: Die 17-Bogen Brücke.


Aquarium
Das Aquarium lässt sich seperat vom Zoo erreichen und ist sicherlich sehenswert(er). Der Zoo soll angeblich nicht sehenswert sein, bis auf die Pandas (die im Winter eh nicht raus kommen). Das Aquarium hat mit 130 Kuai allerdings einen sehr stolzen Eintrittspreis. Studentenrabatte gibt es nicht.

Das erinnert mich irgendwie an den Teich von Bekannten... (:


Diese Kerle hier waren gigantisch! 4m lang...





Wow! Vielleicht kommt das auf dem Bild nicht raus, aber ich habe in meinem Leben noch nie eine so RIESIGE Schildkröte gesehen!

Der Kerl hier spielt mit seinem Spielzeug...





Japanische Riesenkrabben. Des Namens sind sie würdig!




Es war leider so dunkel da drin- dafür habe ich von den Quallen tolle Videos!





Chinesen haben meinen Humor: Im Aquarium ein Fischrestaurant aufmachen!

Hier gab es am Ende noch eine kleine Show!








Auf Bildern schwierig zu vermitteln....

... diese Dame surft stehend auf zwei Delphinen!


4 Kommentare:

  1. ohje das Zeug sieht aus als ob du en Auserirdischen gegrillt hättest O.o

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  2. Waaaah! Sehr mutig von dir, dein Spieß sieht ja auch schon etwas dubios aus....

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  3. Ich hätte von den Spießen rechts unten genommen! ;)

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