Mittwoch, 9. Juli 2014



Wir sind mittlerweile zu einem anderen Hotel weitergereist. Das ist wesentlich abgeschiedener und war nach knapp 40 Minuten mit dem Auto durch hügelige Bergsträßchen und tiefen Dschungel erreichbar. Hier ist das Internet allerdings auch nicht ganz so spitze…

Heute ist nicht wirklich prickelndes Wetter, aber das kommt halt auch mal vor. Es ist sehr düster, gibt kaum Sonne und regnet ab und zu.

Wir haben hier auf der Insel schon bisschen was unternommen. Wir waren bspw. auf Elefanten reiten, mit Affen spielen und haben auch eine weitere Insel – Koh Tao – besucht, auf der wir Bergsteigen und Schnorcheln waren. Da ich aktuell blöderweise mit meiner Laptoptastatur Probleme habe (aktuell funktioniert sie), werde ich nicht so ausführlich über alles schreiben können.

Mit dem Elefantenreiten habe ich lange gehadert. Ich bin zwar kein Tierschützer, aber so Recht gefallen hat es mir nicht, was ich so über die Elefantenhaltung in Thailand gelesen hatte, als ich mir erste Infos über ein solches „elephant trekking“ einholte. Im Nachhinein bin ich mir auch nicht so sicher, ob ich es unbedingt nochmals machen würde. Mir tat die arme Elefantendame schon mächtig leid, dass sie einen so schweren Brocken wie mich durch die Gegend zu tragen hatte. Überzeugt euch selbst…

Hier noch einige Bilder "unseres" Strandes.






Am Abend zuvor muss man sich noch stärken...



Ausnahmsweise mal westlich: Onion Rings und...

... Hamburger.

Und ab mit dem Jeep zum elephant trekking...


Die Dame tat mir ziemlich Leid. Dem Aussehen nach werden sie aber wohl gut genährt und versorgt.

Auf so einen Elefantenkopf passen auch mal locker Füße in Größe 45.


Der Hintern des guten Tiers.



Und ab in die Wildnis!



Der Elefantenausbilder hat sich dann kurzer Hand mit meiner Kamera verabschiedet und uns alleine auf dem Elefanten gelassen...


Und wir durften Plätze tauschen, auf den Kopf bzw. Nacken des Ungetüms. Ich war schwer beeindruckt, wie völlig egal dem Elefanten das zusätzliche Gewicht ist.


Dafür wurde die Gute von uns kräftig mit Bananen gefüttert.




Und Chiiya wollte unser neues Gefährt auch mal richtig knuddeln.


Auch wenn die Affen wirklich knuffig waren, taten sie mir besonders Leid. Mit Stahlketten um den Hals...


... einige Touristen bespaßen.

Und vor allem der Kleine scheint ständig nach seiner Mutter gesucht zu haben.





Wir haben uns dann recht schnell auf den nahegelegenen Wanderweg gemacht, um die Aussicht von oben zu genießen. Hier ging es mal wieder durch den Dschungel...


Über Stock und Stein...

... bis zur schönen Übersicht über die Insel.






Und am Abend gleich nochmal mit gebratenem Reis stärken, schließlich geht es am nächsten Tag gleich weiter...

Einen Tag später (vorgestern, also Montag) sind wir dann mit dem Schiff von Koh Phangan aus nach Koh Tao. Während das Bergsteigen auf der Insel Tao wegen sehr dichtem Pflanzenwuchs und vielerlei Bäume und daraus resultierender schlechter Aussicht wenig erfolgreich war, war das Schnorcheln umso besser.






Nach kleinerem Bergaufstieg hatte man eine ganz nette Aussicht. Allerdings war zu viel Wildwuchs im Weg, um wirklich einen tollen Rundumblick zu haben. Es war aber auch wirklich keine Sau dort außer uns, was vermutlich auch...

... an den recht schlechten Straßenverhältnissen gelegen haben könnte.







An diesem Strand dann schnorcheln!


Und mit dem Taxi durch den Dschungel wieder zurück an den Pier!




Das war vielleicht sogar eine der besten Urlaubsaktivitäten, die ich je unternommen habe. Da ich leider keine Unterwasserkamera besitze, kann ich euch keine Bilder dieser unbeschreiblichen und wunderschönen Unterwasserwelt präsentieren. Dann muss halt Sprache herhalten.
Direkt am Strand ging es auf relativ ungemütlichen Steinen ab ins Meer. Das Wasser war sehr lange sehr flach, was vor allem wegen der vielen Korallen und Steinen grundsätzlich sehr schmerzhaft ausfallen kann. Als ich dann aber endlich Schwimmbrille und Schnorchel bereit hatte und untertauchte, dachte ich, ich wäre in einer anderen Welt.
Unzählige bunte Korallen pflasterten den nicht allzu tiefen Meeresboden. Auf festem, meist braunen oder grauen, Gestein wucherten Korallen, Schwämme, Muscheln und andere Dinge, von denen ich gar nicht weiß, wie sie eigentlich heißen. Die Schwämme und Muscheln hatten dabei die unterschiedlichsten Formen und sahen teils aus, als wären sie direkt aus einem Science-Fiction-Film entsprungen. Manche erinnerten an einen 70er-Jahre-Hochfloor-Teppich, in dem sich die buntesten Fische tummelten. Manche sahen aus wie überdimensionale Gehirne, die in den sanften Wellen der Bucht wie zu tanzen schienen. Manche hatten eine Art dreidimensionales Labyrinth-Muster, das etwas an Mandalas erinnerte. Außerdem gab es auch gigantische „Blasen“, die mich eigentlich hauptsächlich an die Zombiegegner „Klicker“ aus „The Last of Us“ erinnerten. Die Muscheln waren teils in Korallen, Steine und Unterwasserpflanzen (deren Namen ich auch nicht kenne) integriert und hatten an den Lippen teils abgefahrene Regenbogenfarben.
Die Fische waren so abwechslungsreich und vielseitig in Farbe, Größe, Zahl und Form, dass es mir schon schwer fällt, nur eine einzige Sorte zu beschreiben. Man stelle sich hier einfach die Unterwasserwelt des letzten Tauchfilmes oder Unterwasser-Doku vor und man hat ein ungefähres Bild. Es war schlicht und ergreifend atemberaubend und ich wollte nicht mehr aus dem Wasser. Ich hoffe ganz stark, dass wir ähnliche Welten an unserem aktuellen Strand finden bzw. später auf unserer Reise finden werden.
Unsere aktuelle Lage sieht so aus:





Hier bleiben wir bis nächste Woche Dienstag. Am Mittwoch geht es dann mit Bus/Schiff/Fähre/Auto auf die andere Seite Thailands, auf die Insel Koh Phi Phi.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen