Nach fast 4 Stunden chinesisch raucht einem ganz schön der Kopf...
Aktuell üben wir in allen drei Teilbereichen allem voran das Sprechen, wobei wir auch schon etwas Schreiben bzw. Lesen haben. "Leider" verlangen die Lehrerinnen recht schnell (sprich: am nächsten Tag), dass man alle neuen Wörter in Pinyin UND als Schriftzeichen beherrscht. Das hält zwar am lernen, ist aber saumäßig aufwendig...
Heute hatten wir eine sehr witzige Stunde. Um uns die verschiedenen Töne (eigentlich eher Tonlagen) des chinesisch zu verdeutlichen - wir hatten diesen in den letzten zwei Tagen schon zur Genüge- hat uns die Lehrerinnen einige Zungenbrecher an die Tafel geschrieben.
"Bùzi bǎole" und "Tùzi pǎo le" heißen nämlich zwei völlig verschiedene Dinge. Ersteres heißt so viel wie "Ich bin satt". Zweiteres heißt "Der Hase ist weggelaufen". Die korrekte Aussprache der chinesischen "b", "p", "t" und "d" Laute (und der ganzen restlichen über 40) sowie auch die Tonlagen sind enorm wichtig.
Am besten fand ich folgendes Beispiel (ich hoffe, ich schreibe es in Pinyin richtig):
Māma qing mǎ,
mǎ màn,
māma mà mǎ.
Das hat sie uns ganz schön eingetrichtert. Was übrigens in Pinyin alles furchtbar gleich aussieht, sieht auf chinesisch (zum Glück) sehr unterschiedlich aus. Übersetzt heißt das übrigens so viel wie: Mama reitet das Pferd; das Pferd ist [aber] langsam; Mama schimpft [daher] mit dem Pferd.
Abgesehen von so abgefahreren und ziemlich lernunfreundlichen Beispielen ist es allerdings relativ praxisnah. Im Moment haben wir Konversationen wie "Hallo! Wie geht's dir?" "Sehr gut, und dir?" "Auch gut. Hast du Hunger?" "Nein, aber mein Bruder...". So ungefähr nach dem Motto.
Ich muss jetzt erstmal einen kurzen Mittagsschlaf machen. Danach geht's dann weiter mit chinesisch. Morgen kommt nämlich gleich der nächste Test (der heute lief sehr gut).
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